Mittelfristige Projektion der wirtschaftlichen Entwicklung
Oliver Holtemöller, Katja Drechsel, Brigitte Loose
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 8,
2012
Abstract
Die konjunkturelle Schwächephase im Winterhalbjahr 2012/2013 wirkt sich auch auf das mittelfristige Wirtschaftswachstum in Deutschland aus. Unter Berücksichtigung der Herbstprognose 2012 von IWH und Kiel Economics ist nunmehr mit einer durchschnittlichen Wachstumsrate des Bruttoinlandsproduktes von 1¼% pro Jahr zwischen 2011 und 2017 zu rechnen. Dabei wird unterstellt, dass die Auslastung der deutschen Wirtschaft nach der vorübergehenden konjunkturellen Schwächephase überdurchschnittlich sein wird, weil die einheitliche europäische Geldpolitik in Deutschland noch längere Zeit expansiv wirken dürfte.
Artikel Lesen
Monetary Policy in a World Where Money (Also) Matters
Makram El-Shagi, Sebastian Giesen
IWH Discussion Papers,
Nr. 6,
2012
Abstract
While the long-run relation between money and inflation as predicted by the quantity theory is well established, empirical studies of the short-run adjustment process have been inconclusive at best. The literature regarding the validity of the quantity theory within a given economy is mixed. Previous research has found support for quantity theory within a given economy by combining the P-Star, the structural VAR and the monetary aggregation literature. However, these models lack precise modelling of the short-run dynamics by ignoring interest rates as the main policy instrument. Contrarily, most New Keynesian approaches, while excellently modeling the short-run dynamics transmitted through interest rates, ignore the role of money and thus the potential mid-and long-run effects of monetary policy. We propose a parsimonious and fairly unrestrictive econometric model that allows a detailed look into the dynamics of a monetary policy shock by accounting for changes in economic equilibria, such as potential output and money demand, in a framework that allows for both monetarist and New Keynesian transmission mechanisms, while also considering the Barnett critique. While we confirm most New Keynesian findings concerning the short-run dynamics, we also find strong evidence for a substantial role of the quantity of money for price movements.
Artikel Lesen
Wachstumsprojektion 2025 für die deutschen Länder: Produktion je Einwohner divergiert
Oliver Holtemöller, Maike Irrek
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 4,
2012
Abstract
Viele ökonomische Entscheidungen basieren implizit oder explizit auf Projektionen der wirtschaftlichen Aktivität in einem Land oder einer Region. In diesem Artikel wird ein langfristiges Projektionsmodell für Deutschland insgesamt und die deutschen Länder vorgestellt, das am IWH entwickelt worden ist. Das Modell beruht auf einer gesamtwirtschaftlichen Produktionsfunktion; die Produktionsfaktoren Arbeit und Kapital sowie die Produktivität werden mit Zeitreihenmodellen fortgeschrieben. Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland insgesamt wird in die Teilmodelle für die Länder integriert, und die Annäherung der einzelnen Länder an den Bundestrend wird mit ökonometrischen Verfahren geschätzt. Mit Hilfe des Modells wird eine Projektion der wirtschaftlichen Aktivität in Deutschland insgesamt und in den Ländern bis zum Jahr 2025 vorgenommen. Ein wichtiges Resultat ist, dass die ungünstigere demographische Entwicklung in den ostdeutschen Ländern wohl nicht durch weitere Konvergenz der Produktivität und der Kapitalintensität kompensiert werden kann, sodass die Produktion je Einwohner in den ostdeutschen Ländern schwächer zunehmen dürfte als in den westdeutschen Ländern. Zwar verläuft die Entwicklung auch in den westdeutschen
Ländern heterogen, es dürfte aber im Gegensatz zu den ostdeutschen Flächenländern in keinem westdeutschen Land mit heute unterdurchschnittlicher Produktion je Einwohner zu einer spürbaren Vergrößerung des Abstandes zum Bundesdurchschnitt kommen.
Artikel Lesen
Towards Unrestricted Public Use Business Microdata: The Synthetic Longitudinal Business Database
John M. Abowd, Ron S. Jarmin, Satkartar K. Kinney, Javier Miranda, Jerome P. Reiter, Arnold P. Reznek
International Statistical Review,
Nr. 3,
2011
Abstract
In most countries, national statistical agencies do not release establishment-level business microdata, because doing so represents too large a risk to establishments’ confidentiality. One approach with the potential for overcoming these risks is to release synthetic data; that is, the released establishment data are simulated from statistical models designed to mimic the distributions of the underlying real microdata. In this article, we describe an application of this strategy to create a public use file for the Longitudinal Business Database, an annual economic census of establishments in the United States comprising more than 20 million records dating back to 1976. The U.S. Bureau of the Census and the Internal Revenue Service recently approved the release of these synthetic microdata for public use, making the synthetic Longitudinal Business Database the first-ever business microdata set publicly released in the United States. We describe how we created the synthetic data, evaluated analytical validity, and assessed disclosure risk.
Artikel Lesen
An Evolutionary Algorithm for the Estimation of Threshold Vector Error Correction Models
Makram El-Shagi
International Economics and Economic Policy,
Nr. 4,
2011
Abstract
We develop an evolutionary algorithm to estimate Threshold Vector Error Correction models (TVECM) with more than two cointegrated variables. Since disregarding a threshold in cointegration models renders standard approaches to the estimation of the cointegration vectors inefficient, TVECM necessitate a simultaneous estimation of the cointegration vector(s) and the threshold. As far as two cointegrated variables are considered, this is commonly achieved by a grid search. However, grid search quickly becomes computationally unfeasible if more than two variables are cointegrated. Therefore, the likelihood function has to be maximized using heuristic approaches. Depending on the precise problem structure the evolutionary approach developed in the present paper for this purpose saves 90 to 99 per cent of the computation time of a grid search.
Artikel Lesen
Im Fokus: Wie fördern Bund und Länder die Energieeffizienz im Gebäudebestand?
Martin T. W. Rosenfeld
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 11,
2011
Abstract
Als Ergänzung eines zunehmend rigider werdenden Ordnungsrechtes, welches die Mindestanforderungen festlegt, existiert auf der Ebene von Bund und Ländern ein breites Angebot von Förderprogrammen für die Sanierung energetisch relevanter Gebäudeteile. Der Bund fördert in diesem Zusammenhang energetisch hochwertige Sanierungsinvestitionen, welche über den Mindeststandard des Ordnungsrechtes hinausgehen. Während die Förderprogramme auf der Bundesebene – abgesehen von der Berücksichtigung unterschiedlicher Finanzierungsmodelle – für alle Investoren sowie für Gebäude, die älter als 15 Jahre sind, bundesweit die gleichen Rahmenbedingungen anlegen, zeigen die Bundesländer eine differenziertere Ausgestaltung ihrer Förderpolitik, die spezifische Faktoren der regionalen Wohnungsmärkte berücksichtigt. Eine Analyse der Wirkung dieser Förderlandschaft auf die regionale Sanierungsaktivität wird Thema weiterer Forschungen sein.
Artikel Lesen
Politische Institutionalisierung und Governance-Formen der deutschen Metropolregionen im Vergleich
Peter Franz
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 11,
2011
Abstract
Mit der Bildung von Metropolregionen versuchen Städte und Kreise auf Anforderungen des globalen Standortwettbewerbes zu reagieren. Damit zeichnen sich neue Formen großflächiger interkommunaler Kooperation ab. In Deutschland sind in raumentwicklungspolitischer Absicht elf solcher Metropolregionen definiert und Anstöße zu ihrer Konstituierung gegeben worden. Um ihre politische Institutionalisierung bemühen sich die regionalen Akteure mit unterschiedlichem Erfolg, schlagen dabei aber zum Teil ähnliche Wege ein. In der vorliegenden
Studie werden die deutschen Metropolregionen mit Hilfe eines Stufenmodells der politischen Institutionalisierung diesbezüglich miteinander verglichen. Dabei wird auch der Einfluss intervenierender Faktoren wie der poly- bzw. monozentrischen Siedlungsstruktur sowie der Existenz von Ländergrenzen in diesen Regionen untersucht. Die Untersuchung kommt zum Ergebnis, dass bisher nur wenige Metropolregionen das Stadium fortgeschrittener Institutionalisierung und damit auch Kooperation erreicht haben. Eine Best-Practice-Empfehlung lässt sich
den eingeschlagenen Institutionalisierungspfaden bisher nicht entnehmen. Der Konstituierungsprozess zeichnet sich derzeit noch durch hohe Dynamik aus, sodass eine Wiederholung der Studie in den nächsten Jahren angezeigt erscheint.
Artikel Lesen
23.11.2011 • 49/2011
Deutsche Metropolregionen im Vergleich: Politische Institutionalisierung unterschiedlich vorangekommen
Bisher haben nur wenige der elf deutschen Metropolregionen das Stadium fortgeschrittener politischer Institutionalisierung und damit auch Kooperation erreicht. Der Prozess zeichnet sich jedoch durch eine hohe Dynamik aus. Ein dominantes regionales Zentrum (eine Großstadt als Lead-Akteur) scheint dies zu begünstigen. Erstrecken sich Metropolregionen über mehrere Bundesländer, kommen die Länderregierungen als zusätzliche Akteure ins Spiel. Das scheint sich eher ungünstig auf die Eigeninitiative regionaler Akteure auszuwirken. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH), in der die deutschen Metropolregionen mit Hilfe eines vierstufigen Modells der politischen Institutionalisierung miteinander verglichen werden.
Peter Franz
Pressemitteilung herunterladen
Optimum Currency Areas in Emerging Market Regions: Evidence Based on the Symmetry of Economic Shocks
Stefan Eichler, Alexander Karmann
Open Economies Review,
Nr. 5,
2011
Abstract
This paper examines which emerging market regions form optimum currency areas (OCAs) by assessing the symmetry of macroeconomic shocks. We extend the output-prices-VAR framework by adding net exports and the real effective exchange rate as endogenous variables. Based on theoretical considerations, we derive which shocks affect these variables in the long run: shocks to labor productivity, foreign trade, labor supply, and money supply. The considered economies of Central and Eastern Europe, the Commonwealth of Independent States, East and Southeast Asia, and South Asia, exhibit large enough shock symmetry to form a currency union; the economies of Africa, Latin America, and the Middle East do not.
Artikel Lesen
International Fragmentation of Production and the Labour Input into Germany’s Exports – An Input-Output-analysis
Hans-Ulrich Brautzsch, Udo Ludwig
IWH Discussion Papers,
Nr. 14,
2011
Abstract
The import penetration of exports has become a topic of public debate, particularly in the context of Germany’s position as one of the world’s leading exporters. The growth in the volume of intermediate products purchased from abroad for subsequent processing into export goods in Germany seems to be undermining the importance of exports as a driver of domestic production and employment. The gains that arise from an increase in exports seem to have been offset by the losses caused by the crowding out of local production by imports. Empirical evidence on the impact of this international integration of the goods market on the German labour market is ambiguous. Short-term negative effects on employment are claimed to be offset by the long-term benefit that the jobs lost in the short run will eventually be replaced by higher-skilled jobs with better
perspectives. Against this background, the following hypothesis is tested empirically: Germany is poor in natural resources, but rich in skilled labour. In line with the Heckscher- Ohlin theory, Germany should therefore specialize in the production of export goods and services that are relatively intensive in these factors and should import those goods and services that are relatively intensive in unskilled labour. The empirical part of the paper deals with the extent of the German export penetration by imports. At first, it analyses by what ways imports are affecting the exports directly and indirectly and shows the consequences of import penetration of exports for the national output and employment. Secondly, consequences for employment are split in different skill types of labour. These issues are discussed with the standard open static inputoutput- model. The data base is a time series of official input-output tables. The employment effects for Germany divided by skill types of labour are investigated using skill matrices generated by the authors.
Artikel Lesen