
17:00 - 19:00
Policy Workshop: Finance Forschung Fingerfood Staatsverschuldung in der aktuellen deutschen Debatte
Staatsverschuldung ist seit langem ein kontroverses Thema in der deutschen Politik. Die Ergebnisse der Bundestagswahl 2025 sowie die darauffolgende Schaffung von Sondervermögen für Verteidigung und Infrastruktur und die Reform der Schuldenbremse haben eine neue Dynamik ausgelöst und die Debatte über Fiskalpolitik, Schuldenmanagement und Schuldentragfähigkeit neu belebt.
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In der Veranstaltungsreihe treten führende Wissenschaftler*innen und politische Entscheidungsträger*innen in Dialog, um zentrale Aspekte der Staatsverschuldung und ihre Auswirkungen auf wirtschaftliche Stabilität und politische Entscheidungsprozesse zu beleuchten.
Der Policy Workshop besteht aus drei kurzen wissenschaftlichen Vorträgen, gefolgt von Diskussionen mit politischen Entschei-dungsträger*innen im Publikum. Ziel ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse mit den praktischen Herausforderungen der Finanzpolitik zu verknüpfen.
Alexander Kriwoluzky
Leiter der Abteilung Makroökonomie am DIW Berlin
Effekte der höheren Staatsausgaben vor dem Hintergrund des geplanten Sondervermögens
Erläutert werden mögliche inflationäre Effekte der höheren Staatsausgaben im Zuge des geplanten Sondervermögens und der Lockerung der Schuldenbremse. Es soll zudem diskutiert werden, welche Auswirkungen diese Maßnahmen für die europäische Geldpolitik haben und inwiefern die Sorge um eine fiskalische Dominanz in der Eurozone berechtigt ist.
Florian Heider
Wissenschaftlicher Direktor des Leibniz-Instituts für Finanzmarktforschung SAFE
Die Rolle der Staatsverschuldung als Anbieter sicherer Anlagen für Finanzmärkte
Es soll die oft übersehene Rolle der Staatsverschuldung als Anbieter sicherer Anlagen („Safe Assets“) für Finanzmärkte beleuchtet werden. Zur Diskussion steht zudem, ob die starren Vorgaben der Schuldenbremse und der europäischen Fiskalregeln mit den Zielen der finanziellen Stabilität und der Schaffung eines einheitlichen europäischen Finanzmarktes vereinbar sind.
Reint E. Gropp
Präsident des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH)
Analyse des Investitionspakets der neuen Regierung - Kann es einen effektiven Beitrag zur Stärkung der wirtschaftlichen Dynamik leisten?
Der dritte Vortrag befasst sich mit der anhaltenden Wachstums- und Investitionsschwäche in Deutschland. Das Investitionspaket der neuen Regierung soll analysiert und zur Diskussion gestellt werden. Wird es einen effektiven Beitrag zur Stärkung der wirtschaftlichen Dynamik leisten können?
Anmeldung unter events@diw.de bis zum 2. April 2025.
Kontakt:
Christiane Zschech, Eventmanagerin in der Abteilung Kommunikation am DIW, E-Mail: czschech@diw.de